Kaum Überraschungen beim „Männerschlussverkauf“

Kaufbeuren Die Realität ist unbarmherzig, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Gisela Mang ist verzweifelt: Irgendwo muss er doch stecken, der Mann ihrer Träume. Alles hat sie schon versucht, immer vergebens. Jetzt soll ihr Frau Möbenbach im Kampf gegen das Alleinsein helfen. Die ist ja nicht umsonst Psychologin. Die wird schon eine Lösung finden, denkt sie.

Doch schon im ersten Akt von „Männerschlussverkauf“ wird klar - es kommt ganz anders: Supermann ist und bleibt nur eine Illusion. Gerade diese Vorhersehbarkeit des Stücks von Johannes Galli ist zugleich eine seiner größten Schwächen. Überraschungen bleiben aus, der Erkenntnisgewinn geht gegen Null …

Übrig bleibt beim „Männerschlussverkauf“ also nur der Spaß an Situationskomik und lustigen Dialogen — immer vorausgesetzt, die pädagogisch angehauchte Zwei- Frauen-Komödie ist entsprechend besetzt.

Applaus beim Kostümwechsel

Bei der Aufführung des Theaters Greifenberg im Jazzkeller „Uncle Satchmo‘s“ konnte aber nur Simone Mutschler als Psychologin Möbenbach wirklich überzeugen. Ihre Partnerin Helga Buchmann fiel im Vergleich zu ihr deutlich ab. Applaus erhielt die aparte Blondine dafür beim Kostümwechsel, den das Greifenberger Theaterduo zum wesentlichen Bestandteil der Komödie ausbaute. Retten konnten die minutenlang zelebrierten Verwandlungen …

 

Allgäuer Zeitung, 14.07.2007 - Otto Fritsch

Foto: Langer

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